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Die Energiekrise:
Schadet sie Unternehmensnetzwerken?

Die derzeitige Energiekrise trifft Unternehmen auf der ganzen Welt hart. Wir wollten herausfinden, wie sich die Krise auf den Betrieb ihrer Netzwerke auswirkt und vor allem erfahren, welchen Effekt sie auf das Ziel hat, die Netzwerke nachhaltiger zu gestalten. Beschleunigt sie den Übergang zu grüneren Netzwerken oder bremst sie ihn aus?

Für unsere Studie befragten wir Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen – von der Fertigungs- und Pharmaindustrie bis hin zu Finanzwesen und IT. Die Befragten sind Entscheidungsträger in großen Unternehmen (über 4.000 Mitarbeiter) in den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich.

Schlussfolgerungen

Auswirkungen sind branchenabhängig

Welche Bedeutung der Energieverbrauch durch Netzwerke hat, hängt maßgeblich von der Branche ab. Bei Unternehmen, deren Netzwerkkosten einen großen Teil der gesamten Betriebsausgaben ausmachen, ist der Stellenwert deutlich größer. Netzbetreiber sind einem volatilen Energiemarkt besonders ausgeliefert. Wir sind selbst ein großer globaler Netzbetreiber und die steigenden Energiekosten stellen für uns eine große Herausforderung dar. Da 15% unserer Produktionskosten energiebezogen sind, treffen uns die steigenden Energiepreise ausgesprochen hart.

Einschätzungen spiegeln nationale Gesetzgebung und Kultur wider

Die nationale Politik, Gesetzgebung und Energieproduktion haben einen deutlichen Einfluss auf die Einstellungen zur Energiekrise. Zwischen den einzelnen Ländern zeigen sich klare Unterschiede dabei, wie die Auswirkungen der Krise auf Energiekosten und Energieversorgung eingeschätzt werden.

Krise beschleunigt den Übergang

Der Übergang zu nachhaltigeren Netzwerken wurde durch die Energiekrise beschleunigt. Unternehmen modernisieren ihre Netzwerk-Infrastruktur früher, weil sie in einen effizienten Stromverbrauch investieren.

Solarenergie ist eine Wundertüte

Ob sich die Hoffnung, dass künftig Solarenergie die Netzwerke mit Strom versorgt, erfüllen wird, ist noch unklar. Sonnenenergie ist unstetig, Netzwerkbetrieb erfordert aber eine zuverlässige und konstante Energiequelle. Solange wir keinen Paradigmenwechsel in der Batterietechnologie erleben, bleiben Solar- und Windenergie lediglich ergänzende Stromlieferanten, mit denen sich Kosten und CO2-Fußabdruck eines Netzwerks reduzieren lassen.